Körper, Stimme und Trauma

Da ich mich auf Körpertherapie, Stimmtherapie und Traumatherapie spezialisiert habe, finden Sie im folgenden überschaubare Erklärungen zu dem jeweiligen Gebiet.

Körperatherapie

Besonders in der deutschen Gesellschaft hat unser Kopf/Verstand die Führung übernommen und unser Körper tritt so lange in den Hintergrund, bis er durch Schmerzen oder auf eine andere Art auf sich aufmerksam macht.

Es gibt in unserer wundervollen Sprache Redewendungen, die die einzigartige Verbindung zwischen unserem Körper und unserer Seele aufzeigen. Hier sind nur einige Beispiele, die besonders den Rücken betreffen:

„etwas schultern – etwas buckeln – Zeig mal Rückgrat – Lass die Schultern nicht hängen – Eine Schulter zum Anlehnen – etwas sitzt im Nacken – Nackenschläge –  Genickbruch – Geh mal ins Kreuz – Sei nicht so geknickt“

Körperarbeit begreift den Körper als Schnittstelle zwischen der seelischen und der materiellen Welt. Da der Mensch durch seine Erfahrungen zu dem wird, was er ist, hilft die Körperarbeit dabei, grundlegende Prägungen, Stärken und Schwächen aufzuspüren und besser zu verstehen. Dadurch lernen wir nicht nur, die körperlichen Gefühle intensiver wahrzunehmen und zu verstehen, sondern wir werden darüber hinaus mit einer uns innewohnenden weisen Instanz verbunden, die uns führen kann. Wir lösen Blockaden, spüren unterdrückte Gefühle auf, die wir befreien können, erfahren Entspannung, erkennen die Einzigartigkeit und Schönheit unseres Körpers, und verstehen, was es heißt, dass er unser Tempel ist.

Stimmtherapie

Die Stimme ist die fundamentale Schnittstelle zwischen Ihnen und der Welt. Verbale Sprache kommt ohne unsere Stimme nicht aus. Somit ist sie nicht nur für die Kommunikation eine fundamentale Schnittstelle, auch in der Stimmarbeit kann die Stimme Abbild unserer Gefühle, Blockaden, unserer aktuellen Stimmung und unseren Verhaltensweisen sein.

Während wir singen, ist der Bereich in unserem Gehirn blockiert, der Angst auslöst. Wir können also nicht gleichzeitig singen und Angst haben. Zudem fördert das Singen die Produktion und Ausschüttung der Glückshormone Serotonin und Beta-Endorphin sowie Oxytocin, das uns ein Geborgenheitsgefühl vermittelt. Diese Botenstoffe dämpfen die Symptome von Angst, Depressionen oder Aggressionen. Stimmarbeit sorgt zudem für Entspannung und Wohlgefühl und wir fühlen uns mit uns und anderen verbunden.

Durch die gezielte Stimmarbeit, u.a. durch Tönen, wird eine leicht zugängliche Brücke zu unserem Unterbewusstsein geschaffen, die es uns ermöglicht, Blockaden zu lösen und festsitzende und verdrängte Gefühle aufzudecken.

Die Stimmarbeit kann zur Persönlichkeitsbildung beitragen, wir können mit ihr ein stimmiges Seelenbild entwerfen, unsere Bestimmung erkennen und unsere innere Stimme (wieder)finden.

Traumatherapie

Es müssen nicht immer politisch-historische Großereignisse sein, die ein Trauma bzw. eine Retraumatisierung auslösen. Auch persönliche Erfahrungen im privaten, familiären oder beruflichen Bereich, wie etwa der Tod eines geliebten Menschen, häusliche Gewalt, Mobbing, medizinische Eingriffe, Autounfälle, Ehescheidungen, Schmähungen oder extremer Stress können zu einem Trauma führen.

Traumaarbeit unterstützt den Prozess der Verarbeitung eines Traumas und beinhaltet, dass ein Mensch im Ganzen gesehen wird, mit eventuellen Traumata, die während der Sitzung getriggert werden können und erkannt werden müssen. Der behutsame und bewusste Umgang in solchen Momenten bildet überhaupt erst die Grundlage für eine verantwortungsbewusste Therapie, um eine Retraumatisierung zu vermeiden.

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